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Märkte / Produkte

Pkw-Weltmarkt 2022 auf Vorjahresniveau

Die internationalen Automobilmärkte, die für die Aluminiumindustrie von größter Bedeutung sind, waren 2022 von sehr unterschiedlichen Dynamiken geprägt. 

Der Mangel an Vorprodukten und Rohstoffen, die deutlich gestiegenen Preise für Energie und Logistik sowie die durch den russischen Angriffskrieg ausgelöste Unsicherheit verhinderten einen besseren Pkw-Absatz

Während die Märkte in Europa (EU27, Efta und UK), Japan und den USA hinter dem Vorjahresniveau zurückblieben, legte der Absatz in China deutlich zu. Insbesondere der Mangel an Vorprodukten und Rohstoffen, die deutlich gestiegenen Preise für Energie und Logistik sowie die durch den russischen Angriffskrieg ausgelöste Unsicherheit verhinderten einen besseren Absatz. Insgesamt blieb der Pkw-Weltmarkt 2022 auf Vorjahresniveau. Es wurden 71,2 Mio. Pkw abgesetzt. Für das Jahr 2023 erwartet der Automobilverband VDA für den Pkw-Weltmarkt ein Plus von 4 % auf 74,0 Mio. Einheiten aus.

Pkw-Markt in Europa schwach, Deutschland leicht im Plus

Im Jahr 2022 wurden auf dem europäischen Pkw-Markt 11,3 Mio. Neufahrzeuge zugelassen, rund 4 % weniger als im Vorjahr. Damit blieb auch im vergangenen Jahr die Erholung von den pandemiebedingten Rückgängen der beiden Vorjahre aus. Im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 war der Absatz im zurückliegenden Jahr um 29 % reduziert. Die fünf größten Einzelmärkte entwickelten sich im abgelaufenen Jahr mehrheitlich negativ: Während die Neuzulassungen in Deutschland um 1 % zulegten, reduzierte sich das Marktvolumen im Vereinigten Königreich (-2 %), Spanien (-5 %) und in Frankreich (-8 %). In Italien reduzierte sich das Neuzulassungsvolumen gar um 10 %. Im Dezember legte der europäische Pkw-Markt gegenüber dem Vorjahresmonat um 15 % auf 1,1 Mio. neuzugelassene Pkw zu. Das negative Jahresergebnis aber konnte auch dieser Jahresendspurt nicht verhindern.

Die Märkte im Einzelnen

In China wurden im vergangenen Jahr 23,2 Mio. Neufahrzeuge verkauft (+10 %). Die Rückgänge aus dem Frühling, als Lockdowns in wichtigen Absatzregionen für ein stark eingeschränktes Geschäft sorgten, wurden auch dank einer Steuerreduktion auf einen Großteil der verkauften Fahrzeuge im zweiten Halbjahr wieder wettgemacht. Zum Jahresende wurden in China im Dezember gut 2,2 Mio. Neufahrzeuge abgesetzt (-6 %).

In den USA sind die Light-Vehicle-Verkäufe (Pkw und Light Trucks) 2022 gegenüber dem Vorjahr 2021 um 8 % auf 13,7 Mio. Fahrzeuge zurückgegangen. Im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 war der Markt 2022 gut 3,2 Mio. Fahrzeuge kleiner. Der Absatz von Light Trucks (-6 % gegenüber 2021) entwickelte sich dabei im vergangenen Jahr weniger schwach als der Absatz von Pkw (-15 % gegenüber 2021). Im Dezember 2022 steht mit 1,3 Mio. neu zugelassenen Light Vehicle ein leichtes Wachstum von 5 % im Vergleich zum Vorjahresmonat zu Buche.

In Japan ist der Absatz von fabrikneuen Pkw 2022 zum vierten Mal in Folge zurückgegangen. Mit gut 3,4 Mio. verkauften Pkw lag das Marktvolumen 6 % unter dem des Vorjahres. Im Dezember wurden 284.300 Pkw verkauft, 1 % mehr als im Dezember 2021.

In Russland sind die Light-Vehicle-Verkäufe 2022 um 59 % auf knapp 687.400 Einheiten eingebrochen. Aufgrund des Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine hatten sich ab März 2022 zahlreiche internationale Automobilhersteller aus Russland zurückgezogen.

In Indien wurden 2022 knapp 3,8 Mio. Pkw abgesetzt. Das ist fast ein Viertel mehr als im Vorjahr (+23 %). Im Jahresendspurt wurden im Dezember 235.300 fabrikneue Fahrzeuge verkauft, 7 % mehr als im Vorjahresmonat.

Der Light-Vehicle-Markt (Pkw und Light Duty) in Brasilien beschloss das Jahr 2022 knapp unter dem bereits schwachen Vorjahresniveau. Knapp 2,0 Mio. neu zugelassene Fahrzeuge bedeuten ein Minus von 1 % gegenüber dem Vorjahr. Gegenüber dem Vorkrisenjahr 2019 besteht ein Defizit von 26 %. Im Dezember 2022 wurden in Brasilien 202.200 Fahrzeuge abgesetzt, 4 % mehr als im Dezember des Vorjahres.

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