George Adams, Geschäftsführender Gesellschafter von SA Recycling, spricht über seine Erfahrungen mit Steinert Sortiersystemen, dem Label „Made in Germany“ und seiner Zukunftsvision vom Metallrecycling.
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George Adams, Geschäftsführender Gesellschafter von SA Recycling, spricht über seine Erfahrungen mit Steinert Sortiersystemen, dem Label „Made in Germany“ und seiner Zukunftsvision vom Metallrecycling.

Recycling

Zuverlässige Sortiertechnologie für das Recycling

SA Recycling ist einer der größten Metallverwerter im US-Markt und setzt in seinen Werken Sensor-Sortiertechnologie von Steinert ein.

An mehr als 140 Standorten verarbeitet SA Recycling jährlich sechs Mio. t Haushalts- und Gewerbemetallschrott. SA Recyclings Geschichte begann in Anaheim, Kalifornien, wo heute am gleichen Standort jährlich 250.000 t geschreddertes Material verarbeitet werden und auch als Forschungs- und Entwicklungsstandort dient. „Als Recyclingunternehmen sind wir immer auf der Suche nach der besten Lösung zur Rückgewinnung von Materialien“, sagt Omar Bravo, Leiter des Standorts in Anaheim. „Gesellschafter und Geschäftsführer George Adams  ist immer offen für neue Technologien und hat diese bei Steinert gefunden und gekauft.“

Zuverlässige Sortiersysteme für die Verarbeitung von Leicht- und Schwermetallen

Aus George Adams‘ anfänglicher Überzeugung ist mittlerweile eine enge Geschäftsbeziehung gewachsen. Er hebt besonders die Potenziale hervor, die sich durch die Steinert-Technologie ergeben: „Um Nichteisenmetalle aus unserem Materialstrom zu gewinnen, setzen wir an vielen Standorten seit geraumer Zeit auf EddyC-Wirbelstromscheider von Steinert. Seit etwa vier Jahren setzen wir auch deren Multisensor-Sortierer ein, vor allem um Aluminium (Twitch) aus Zorba zu gewinnen.“ Die Steinert KSS|XT CLI kombiniert vier Sensortechnologien - zwei optische Sensoren liefern Farb- und dreidimensionale Formdaten, während der induktive Sensor Metalle identifiziert. Mittels Röntgentransmission (XRT) werden Metalle anhand ihrer physikalischen Dichte klassifiziert und sortiert. Anlagenleiter Omar Bravo verweist derweil auf die hohe Flexibilität und Genauigkeit: „Je nachdem, welches Produkt der Markt nachfragt oder ein Kunde sich wünscht, wählen wir das entsprechende Programm und sortieren auf Knopfdruck bis zu 99 Prozent reines Aluminium oder entfernen Magnesium aus dem Produktstrom.“

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Seit 2019 ist in Anaheim mit der Steinert Chutec auch ein Röntgenfluoreszenz-System im Einsatz. Das XRF-Sortiersystem trennt hocheffizient Schwermetalle wie Kupfer, Messing, Zink oder Edelstahl, was für SA Recycling neue Absatzmöglichkeiten bedeutet. Bravo: „Ich glaube, wir waren die ersten Recycler in den USA, die eine Chutec hatten. Das hat uns die Türen für neue Märkte geöffnet.“

Während Omar Bravo ebenfalls die Langlebigkeit der Röntgensortierer schätzt, von denen er in vier Jahren noch keinen einzigen Sensor austauschen musste, ist George Adams besonders von der Zuverlässigkeit der Wirbelstromscheider begeistert: „Nach den ersten Testläufen mit Steinert lag mein Hauptaugenmerk vor allem auf der höheren Bandgeschwindigkeit im Vergleich zu den Wettbewerbern. Im Laufe der Jahre stellte sich aber ein noch viel wichtigerer Faktor heraus, der für mich noch vielmehr ein Kaufgrund ist: Die Steinert EddyCs gehen einfach nicht kaputt. Wir haben bis heute nicht ein einziges Lager ausgetauscht.“

Präzise Metallseparierung für eine bessere Zukunft

George Adams Blick ist stets nach vorn gerichtet. Für ihn ist die Zukunft nicht nur ein Ziel, sondern eine komplexe Reise. Seine Vision ist eine weit gefächerte Recycling-Mentalität mit einem einheitlichen System weit über das Metallrecycling hinaus. Als CEO ist er stolz darauf, dass sein Unternehmen auch hier Vorreiter ist und beispielsweise möglichst viele seiner eingesetzten Ressourcen wiederverwendet – auch Wasser. Andere Technologien wie die Solarenergie nutzt Adams zwar ebenfalls, rechnet aber den durch effizientes Metallrecycling eingesparten Emissionen, die bei Produktion von Primärmetallen entstünden, eine deutlich höhere Bedeutung zu.

Steigende Nachfrage nach Speziallegierungen

Durch die Zusammenarbeit mit Unternehmen wie Steinert erwartet Adams, dass Präzision, Nachhaltigkeit und Effizienz in Zukunft noch besser ineinander übergehen. Besonders Steinerts Fortschritte für die Sortierung von Aluminiumlegierungen mittels LIBS-Technologie entsprechen der Entwicklung des Marktes. Adams sieht schon jetzt eine steigende Nachfrage nach Speziallegierungen und den entsprechenden Technologien zur Präzisionsseparation, um den Bedarf des US-Marktes künftig decken zu können. „Die nächste große Herausforderung für uns wird sein, uns auf diese neue Phase einzustellen, in der es darum geht, Legierungen mit neuen Sortiersystemen zu trennen. Ich bin mir sicher, das wird die Zukunft des Metallrecyclings sein. Alle wollen getrennte Legierungen.“

George Adams würdigt Steinerts Rolle bei der Verbesserung von Recyclingprozessen und unterstreicht das gemeinsame Engagement den sich ändernden Marktanforderungen gerecht zu werden. Die Zusammenarbeit zeige, wie wichtig deutsche Spitzentechnologie sei, um die weltweiten Recyclingbemühungen voranzutreiben. Sein Vertrauen in die Fähigkeiten von Steinert spiegele seinen tiefen Glauben an die deutsche Ingenieurskunst wider: „Made in Germany ist für mich ein Qualitätsmerkmal“, sagt Adams mit einem Nicken, „Steinert verkörpert dieses Label perfekt.“

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