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Sekundär/Recycling

Neues Logistik- und Chargenstellungssystem bei Alunorf

NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur hat bei Alunorf in Neuss ein intelligentes Logistik- und Chargenstellungssystem eingeweiht.

Offizieller Startschuss für das „Batch Intelligence System“ bei Alunorf. Im Bild (v.l.n.r.): Dr. Jörg Geerlings (MdL in NRW), Volker Backs (Speira), Dr. Mathias Monjé, Ministerin Mona Neubaur, Oliver Hommel, Roland Leder (Novelis).

Alunorf hat in ein branchenweit einzigartiges Logistik- und Chargenstellungssystem investiert, um noch mehr Kreislaufmaterial einzusetzen und deutlich ressourcenschonender zu produzieren. Für das Neusser Werk ist das „Batch Intelligence System (BIS)“ eines der wichtigsten Zukunftsprojekte für eine noch nachhaltigere Aluminiumproduktion

Am 23. Januar 2023 fiel der Startschuss für das „Batch Intelligence System“ (BIS).Gemeinsam mit Mona Neubaur, Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie in NRW, drückten die Geschäftsführer der Alunorf, Oliver Hommel und Mathias Monjé den Startknopf der Anlage und schickten damit den ersten Kübel mit Kreislaufmaterial aus Norf auf seine Reise durch das intelligente Logistik- und Chargenstellungssystem. 

Neues Niveau bei der Chargenrechnung

„Wir freuen uns sehr, unser ‚BIS‘ nach knapp zwei Jahren Bauzeit Schritt für Schritt hochzufahren. Mit der Anlage haben wir in Sachen Automatisierung und intelligenter Chargenrechnung ein ganz neues Niveau erreicht. Die Technologie ermöglicht es uns, im Jahr rund 45.000 Tonnen weniger Primäraluminium einzusetzen und so entlang der gesamten Aluminium-Wertschöpfungskette über 500.000 Tonnen CO2 einzusparen. Das macht uns bei der Alunorf stolz und ist ein klares Bekenntnis zu einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Aluminiumproduktion“ sagt Mathias Monjé, Technischer Geschäftsführer der Alunorf. 

Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur: „Eine erfolgreiche nachhaltige Transformation der Aluminiumindustrie ist ein entscheidender Schlüssel, um die Klimaschutzziele in Nordrhein-Westfalen und Deutschland zu erreichen. Innovative Ideen und neue Verfahrenstechniken der Kreislaufwirtschaft wie das ‚Batch Intelligence System‘ helfen dabei, die aktuellen Herausforderungen zu meistern und Ressourcen noch effizienter einzusetzen. Mit Projekten wie hier bei Alunorf gelingt es uns, Nordrhein-Westfalen zukunftsfest zu machen und als klimaneutralen Industriestandort im Herzen Europas aufzustellen.“ 

„So viel Recyclingmaterial wie möglich einsetzen“ 

Es ist ein punktgenaues Geschäft, Aluminiumschmelzen so zu zusammenzustellen, dass sich exakt die vom Kunden gewünschten Legierungen und Qualitäten ergeben. Um immer die optimale und zugleich ressourcenschonendste Mischung zu treffen, müssen Chargensteller genau wissen, welche Bestandteile wo zur Verfügung stehen. „Das ‚BIS‘ hilft uns dabei, die Chargen so zu kalkulieren, dass wir möglichst viel Aluminiumschrotte wieder in den Recyclingprozess einbringen können. Gleichzeitig können wir dank effizienterer Prozessabläufe und Verkürzung der Zykluszeiten die Kapazitäten in der Gießerei noch einmal spürbar steigern“, erklärt Mathias Monjé. 

„Ein starkes Signal für eine zukunftsfähige Aluminiumproduktion“ 

„Unsere Vision bei Alunorf ist es, auch in Sachen Nachhaltigkeit weltweit Vorreiter in der Branche zu sein. Mit dem ‚BIS‘ gehen wir einen großen Schritt voran, denn die Anlage erschließt ein enormes CO2-Einsparpotenzial entlang der gesamten Aluminium-Wertschöpfungskette. Der Bau dieser Anlage ist für uns ein starkes Signal für eine zukunftsfähige Aluminiumproduktion hier am Standort. Wir freuen uns sehr, dass unsere Partner Speira und Novelis diese Investition in uns als gemeinsames Joint Venture getätigt haben“, sagt Oliver Hommel, Kaufmännischer Geschäftsführer der Alunorf. 

Das „BIS“ ist mit einer Summe von über 22 Mio. EUR für die Alunorf eine der größten Investitionen der vergangenen fünf Jahre. Darüber hinaus wurde das Projekt mit 3,8 Mio. EUR durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz gefördert. 

Ambitioniertes Ziel beim Klimaschutz 

Alunorf hat sich beim Thema Nachhaltigkeit ehrgeizige Ziele gesteckt: Bis zu 30 % weniger CO2 gegenüber 2015 will die das Unternehmen bis 2026 ausstoßen – und hat das auch als Kernziel in ihrer Unternehmensstrategie verankert. „Aluminium ist ein unverzichtbarer Grundstoff für die Energie- und Mobilitätswende. Aus Vormaterial, das in Norf gegossen wird, werden unter anderem leichte Karosserieteile und Batteriefolien oder Bestandteile von Windrädern und Photovoltaikanlagen hergestellt. Wir sehen uns in der Verantwortung, das benötigte Aluminium so nachhaltig wie möglich herzustellen“, so Oliver Hommel. In diesem Zusammenhang hat die Alunorf weitere Investitionen getätigt – unter anderem für effizientere Tieföfen und einen dritten Recyclingofen. 

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