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Hydro investiert in neue Wasseraufbereitungsanlage in Schwandorf

Hydro investiert 3 Mio. EUR in eine neue Wasseraufbereitungsanlage an seinen Rotschlammdeponien am Altstandort Schwandorf in Bayern.

Die temporäre Wasserbehandlungsanlage in Schwandorf hat am 1. Oktober 2023 den Betrieb aufgenommen

Das Unternehmen unterhält in Schwandorf drei Rotschlammdeponien, in denen die Rückstände aus dem Betrieb des deutschen Aluminiumproduzenten VAW in den 1930er bis 1990er Jahren gelagert werden. Mit der Übernahme von VAW im Jahr 2002 wurde der Standort Teil von Hydro. Zum damaligen Zeitpunkt war der Standort bereits stillgelegt worden.

Aufgrund verschiedener Wasserströme vor Ort wird das kontaminierte Wasser – bestehend aus Regenwasser, das innerhalb der Parameter liegt, und Abwasser aus den Deponien – in einem Wassermanagementsystem gesammelt und aufbereitet. Bis zum 30. September war die Wasseraufbereitung ausgelagert.

Seit dem 1. Oktober 2023 hat Hydro die Wasseraufbereitung übernommen und wird im Rahmen des Baus einer neuen Wasseraufbereitungsanlage mehrere Verbesserungen vornehmen. Dazu gehören ein reduzierter Einsatz von Chemikalien und ein erhöhter Automatisierungsgrad, wodurch das Gesundheitsrisiko für die Arbeitnehmer an dem Standort verringert wird. Darüber hinaus ist die neue Wasseraufbereitungsanlage auf die Anpassung an den Klimawandel ausgelegt, um sich auf zukünftige Extremwetterereignisse vorzubereiten.

Umweltschutz durch modernste Technologie

„Hydro verfügt über spezielle Fähigkeiten und Ressourcen, um unser weltweites Portfolio an Alststandorten zu managen. In den Deponien in Schwandorf werden wir modernste Technologie einsetzen und sowohl die Boden- als auch die Wasserumgebung schützen“, erklärt Bjørn Kjetil Mauritzen, Leiter Nachhaltigkeit bei Hydro.

Um den neuen Anforderungen an die Lagerung und Entsorgung von Bergematerial gerecht zu werden, richtet Hydro derzeit eine neue Wasseraufbereitungsanlage ein. Das Projekt wird in fünf Schritten durchgeführt: 

  1. Errichtung einer temporären Wasseraufbereitungsanlage neben der alten Anlage
  2. Wechsel des Betriebs von der alten Wasseraufbereitungsanlage zur temporären Anlage, die seit dem 1. Oktober 2023 in Betrieb ist
  3. Rückbau der alten Anlage 
  4. Errichtung einer neuen permanenten Wasseraufbereitungsanlage am Standort der ehemaligen Anlage
  5. Wechsel des Betriebs von der temporären zur neuen permanenten Wasseraufbereitungsanlage.

Die neue Anlage in Schwandorf soll spätestens im dritten Quartal 2024 in Betrieb gehen. Hydro setzt das Projekt in Schwandorf in enger Zusammenarbeit mit lokalen Behörden und unter Unterstützung von lokalen Sachverständigen durch. In den kommenden zwei Jahren plant das Unternehmen, ca. 5-6 Mio. Euro in die Altstandorte Schwandorf und Stulln in der Region Oberpfalz zu investieren.

Neuer Rahmen für Bergeentsorgungseinrichtungen

Die Bergeentsorgungseinrichtungen der stillgelegten Altstandorte in Schwandorf und Stulln fallen unter die Verpflichtung zum globalen Industriestandard für die Lagerung und Entsorgung von Bergematerial (Global Industry Standard on Tailings Management – GISTM). Der GISTM ist ein robustes Rahmenwerk, das entwickelt wurde, um die Sicherheit, Nachhaltigkeit und das Gesamtmanagement von Bergeentsorgungseinrichtungen in der Bergbauindustrie zu verbessern. Er wurde im August 2020 vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP), der PRI (eine Investoreninitiative in Partnerschaft mit der UNEP Finance Initiative und UN Global Compact) und dem International Council on Mining & Minerals (ICMM) eingeführt.

„Die Implementierung des GISTM in der Bergbauindustrie ist wichtig, um Risiken zu mindern, nachhaltige Betriebsabläufe zu fördern und Vertrauen aufzubauen. Angesichts des dynamischen Charakters der Rahmenbedingungen wird mit dem GISTM ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess eingeführt, der modernste Technologie, integrierte Denkansätze, proaktive Maßnahmen, Zusammenarbeit und Wissenserwerb nutzt“, sagt Mauritzen.

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