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Bauwesen

Guter Zuwachs im AIUIF Wertstoffkreislauf

Die Recycling-Initiative AIUIF vermeldet einen Zuwachs bei den Mitgliedern und beim dem Wertstoffkreislauf zugeführten Aluminium-Altmaterial.
Die Teilnehmer*innen der AIUIF-Mitgliederversammlung 2022 freuen sich über den Mitgliederzuwachs der Recycling-Iniative. (v.l.n.r.): Georg Rumpel (HAGA Metallbau GmbH / Hofheim), Norbert Rumpel (HAGA Metallbau GmbH / Hofheim), Michael Heidenfelder (heroal - Johann Henkenjohann GmbH & Co. KG / Verl), Philipp Häberer (REKO GmbH & Co. KG / Dörth), Ulrike Döbel (A|U|F e.V. / Frankfurt), Ralf Seufert (Hydro Building Systems Germany GmbH / Ulm), Manfred Hebel (RAICO Bautechnik GmbH / Pfaffenhausen), Walter Lonsinger (A|U|F e.V.), Oliver Windeck (Metallbau Windeck GmbH / Kloster Lehnin), Thomas Lauritzen (Schüco International KG / Bielefeld), Thomas Polonyi (HUECK System GmbH & Co. KG / Lüdenscheid).

Die Recycling-Initiative AIUIF vermeldet einen Zuwachs bei den Mitgliedern und beim dem Wertstoffkreislauf zugeführten Aluminium-Altmaterial.

Mehr als 60 % des im inländischen Bausektor anfallenden Aluminium-Altmaterials wird 2022 im Wertstoffkreislauf des AIUIF neuen Anwendungen im Fenster- und Fassadenbereich zugeführt. Das erklärte der Vorstandsvorsitzende der Recycling-Initiative AIUIF e.V., Walter Lonsinger, anlässlich der diesjährigen Mitgliederversammlung in Frankfurt/Main.

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Wertstoffkreislauf für Aluminium bei Planern und Architekten verstärkt im Fokus

Der deutlich gestiegene Marktanteil verweist auf ein dynamisch wachsendes Bewusstsein für den nachhaltigen Umgang mit dem Werkstoff Aluminium nicht nur bei den Anwendern, sondern besonders bei Bauherren, Planern und Architekten sowie der Abbruch- und Entsorgungsbranche, erklärte Lonsinger. Der Einsatz von Aluminium im Bausektor sei gesellschaftspolitisch akzeptiert, innovativ und nachhaltig. Die Wiederverwertung in geschlossenen Wertstoffkreisläufen, wie ihn der AIUIF organisiere, habe wesentlich zum positiven Bild des Werkstoffes beigetragen. Mehrere Großstädte, darunter die Umweltverwaltung des Berliner Senats sowie das Bauplanungsreferat der Landeshauptstadt München, haben ihre grundsätzlich positive Einstellung gegenüber Aluminiumanwendungen im Baubereich ausdrücklich bestätigt.

Recycling-Initiative jetzt auch im Kulturbereich

Die positive Entwicklung spiegele sich auch im Mitgliederzuwachs wider, sagte Lonsinger. Bis Oktober 2022 stieg die Zahl der Mitglieder beim AIUIF auf 227 an. Dazu zählen mit der DAR Metall AG und der W.E.R.T. GmbH auch zwei innovative Recyclingunternehmen als neue Umweltpartner. Erstmalig hat auch ein Kulturbetrieb die AIUIF-Mitgliedschaft beantragt und erhalten, berichtete Lonsinger. Die Bühnen-Werkstatt des Hamburger Thalia-Theater wird zukünftig seine Aluminium-Schrotte und Verarbeitungsreste einem AIUIF-Umweltpartner übergeben. Die AIUIF-Mitgliedschaft ist für die Hamburger Staatsbühne Teil eines umfassenden Nachhaltigkeitskonzepts.

Zuwachs: Mengen auf hohem Niveau

Insgesamt rund 36.300 t Aluminium-Altmaterial bilanziert. Der Vorstandsvorsitzende Walter Lonsinger geht davon aus, dass bis zum Jahresende der Vorjahreswert von über 70.000 t erneut erreicht werden kann.

Ressourcenbewirtschaftung muss noch nachhaltiger werden

Die Mitgliedsunternehmen des AIUIF verpflichten sich, Aluminium aus ihrer Produktion sowie aus dem Rückbau oder dem Abbruch von Gebäuden einem geschlossenen Wertstoffkreislauf zuzuführen. Damit gewährleisten sie, dass hochwertige Werkstofflegierungen energieeffizient und klimafreundlich zur Herstellung von neuen Bauelementen im Fenster- und Fassadenbereich eingesetzt werden und wertvolle Schrotte nicht ins Ausland abfließen.

Neben der Bilanzierung der dem geschlossenen Wertstoffkreislauf zugeführten Schrottmengen widmet sich die Recycling-Initiative Fragen der Bauökologie sowie der Stärkung der Ressourcenschonung im Baubereich. Einen besonderen Arbeitsschwerpunkt bildet der Dialog mit Bau-, Umwelt- und Planungsbehörden auf kommunaler Ebene, wenn Vorbehalte oder Fragen zum Einsatz von Aluminium bestehen. Lonsinger appellierte an Planer und Architekten sowie an öffentliche und private Bauherren, bei ihren Projekten auf eine nachhaltige Verwendung des Werkstoffs Aluminium zu achten. Es könne und müsse noch mehr Altmaterial in den geschlossenen Wertstoffkreislauf geführt werden, damit der Anteil von umweltfreundlich gewonnenem Sekundärmetall in neuen Bauelementen weiter ansteige.

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