Grafik der hydraulischen Gesenkschmiedemaschine von Aubert & Duval mit einer maximalen Presskraft von 60 MN.
Foto: SMS Group
Grafik der hydraulischen Gesenkschmiedemaschine von Aubert & Duval mit einer maximalen Presskraft von 60 MN.

Umformtechnik

Aubert & Duval investiert in Gesenkschmiedepresse von SMS

Aubert & Duval hat der SMS Group den Auftrag zur Lieferung einer hydraulischen Gesenkschmiedepresse für den Standort Pamiers in Ariège, Frankreich, erteilt.

Insgesamt investiert Aubert & Duval 75 Mio. EUR in neue Schmiedetechnologie für das Gesamtprojekt. Der Auftrag steht im Mittelpunkt der Vision, das europäische Metallurgieunternehmen Aubert & Duval in den Bereichen Luft- und Raumfahrt, Energie und Verteidigung voranzutreiben, sowie Produkte für die nächste Generation von Flugzeugen zu liefern. Die von SMS zu liefernde hydraulische Gesenkschmiedepresse im Vier-Säulen-Design verfügt über eine Presskraft von 60 MN. Damit wird Aubert & Duval zukünftig in der Lage sein, besonders präzise Schmiedeteile wie Turbinenschaufeln, Wellen und Konstruktionselemente herstellen zu können.

Spezialanwendungen für die Luftfahrtindustrie

Der modulare Aufbau der hydraulischen Presse ermöglicht die Aufnahme eines isothermen Schmiedemoduls, mit dem Aubert & Duval künftig Hochleistungsbauteile für Flugzeuge und Triebwerke auf der Basis der Vakuum-Pulvermetallurgie herstellen kann. Der kraftübertragende Teleskopzylinder wird durch abschaltbare frequenzgeregelte Pumpen angetrieben. Dies ermöglicht eine energieoptimierte Steuerung der Presse mit drei Presskraftstufen (20, 40 und 60 MN). Zudem ist die Presse mit umfangreicher Sensorik für die zukünftige Digitalisierung ausgestattet und somit bereit für Industrie 4.0.

Die Presse wird 2027 in Betrieb gehen und eine ältere, von SMS gelieferte Schloemann-Gesenkschmiedepresse aus dem Jahr 1932 ersetzen. Dank einer neuen, modernen Roboterumgebung kann die neue Presse besser in die bestehende Produktionsinfrastruktur integriert werden.

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Die neue Anlage trägt zu den Dekarbonisierungszielen von Aubert & Duval bei, da sie wesentlich energieeffizienter arbeitet als die alte Anlage. Darüber hinaus können mit den nun hergestellten Schmiedeteilen die Turbinen wirtschaftlicher und leistungsstärker ausgelegt werden, was zu einer deutlichen Verbesserung des Wirkungsgrads der Turbinen führt.

Bruno Durand, CEO von Aubert & Duval: „Diese bedeutende Investition ebnet den Weg für die mittel- und langfristige Zukunft von Aubert & Duval. Im Dienste unserer Kunden besteht unser erstes Ziel darin, unsere industrielle Leistung zu modernisieren und drastisch zu verbessern. Aber um Aubert & Duval zum europäischen Metallurgieführer zu machen, müssen wir weiter vorausschauen und die technischen Entwicklungen der Zukunft antizipieren: Das ist auch die Aufgabe dieser neuen Anlage. Wir möchten unseren Aktionären danken, die mit dieser Investition das Vertrauen und den Ehrgeiz, den sie in das Unternehmen und seine Teams setzen, unter Beweis stellen.“

Partnerschaft über viele Jahre bestätigt

„Mit dieser neuen Schmiedetechnologie kann Aubert & Duval vollkommen neue Werkstoffkombinationen verarbeiten und damit einen wesentlichen Beitrag zu mehr Effizienz im Bereich der Luft- und Raumfahrtantriebe ermöglichen. Wir sind stolz, als langjähriger Partner von Aubert & Duval mit dieser neuen Anlage gemeinsam die Ziele des Unternehmens zu erreichen, eines der führenden europäischen Metallurgieunternehmen zu werden, insbesondere für die Bereiche Luft- und Raumfahrt“, sagt Thomas Winterfeldt, Executive Vice President Forging Plants, SMS Group.

Von links nach rechts: Frédéric Leroy, Aubert & Duval; Bruno Durand, Aubert & Duval; Lucile Mesclier, Aubert & Duval; Bruno Van Straaten, Aubert & Duval; Hervé Heimen, Aubert & Duval; Wolfgang Zimmermann, SMS Group; Marco Hahner, SMS Group; Thomas Winterfeldt, SMS Group.
Foto: SMS Group
Von links nach rechts: Frédéric Leroy, Aubert & Duval; Bruno Durand, Aubert & Duval; Lucile Mesclier, Aubert & Duval; Bruno Van Straaten, Aubert & Duval; Hervé Heimen, Aubert & Duval; Wolfgang Zimmermann, SMS Group; Marco Hahner, SMS Group; Thomas Winterfeldt, SMS Group.
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